AK Permafrost - Herausforderungen und Engagement

Globale Herausforderung Permafrost

Die Erwärmung des Permafrost im Zuge des Klimawandels betrifft ein Viertel der Landflächen auf der nördlichen Hemisphäre. In den Polarregionen bewirkt es weitgreifende Landschaftsveränderungen durch Oberflächenabsenkungen, eine Zunahme der Küstenerosion sowie die Intensivierung der Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre. In den dichter besiedelten Gebirgsregionen führt der sich erwärmende Permafrost zu zahlreichen Naturgefahren, wie Murgängen und erhöhter Steinschlag, Fels- und Bergsturzgefahr. 

Foto: Massive Permafrostdegradation und Eintrag kohlenstoffreicher Sedimente an der Küste von Herschel Island (Kanadische Arktis) (Foto: M. Krautblatter)

Nationales Engagement des AK Permafrost

Im AK Permafrost treffen sich seit 2007 jährlich ca. 40-50 WissenschaftlerInnen aus den Arbeitsrichtungen Polarer Permafrost bzw. Gebirgspermafrost, um die Synergien zwischen Forschungsbereichen und methodischen Herangehensweisen zu entwickeln. Um dieses breite, disziplinübergreifende Spektrum vertreten zu können, wird der AK Permafrost von zwei Ko-Sprechern (Dr. Lutz Schirrmeister, AWI und Prof. Michael Krautblatter, TUM) geleitet, die jeweils für den Bereich des polaren Permafrostes und des Gebirgspermafrostes stehen.

Internationales Engagement des AK Permafrost

Der 2007 gegründete AK Permafrost, der 2011 die Nachfolge des deutschen Nationalkomitees für Permafrost angetreten hat, vertritt Deutschland bei der International Permafrost Association (IPA) und im Global Terrestrial Network on Permafrost (GTN-P). Der AK Permafrost ist eng liiert mit den mitteleuropäischen VertreternInnen aus Österreich und der Schweiz. Es werden regelmäßige gemeinsame Treffen organisiert, wie das letzte Treffen 2017 in Einsiedeln, woran häufig Wissenschaftler aus anderen europäischen Ländern teilnehmen.

AK Permafrost und Permafrost Young Researcher Network

Die Treffen des AK Permafrost sind stark vernetzt mit denen der mitteleuropäischen Sektion des Permafrost Young Researcher Network (PYRN-DACH), das jeweils den ersten Teil der Tagung bestreitet. Ungefähr 75 % der TeilnehmerInnen der im AK Permafrost aktiven Gemeinschaft sind JungwissenschaftlerInnen und sorgen für eine sehr aktive rege Wissenschaftskommunikation an der Forschungsfront. Berichte von den Expeditionen ermöglichen einen direkten Gesamteinblick über die Hotspots der Permafrostforschung.

Weiterlesen:
Bericht des PYRN-DACH-Treffens 2017
Bericht des PYRN-DACH-Treffens 2014

Sprecher des Arbeitskreises

Dr. Lutz Schirrmeister

Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Sektion Periglazialforschung, Potsdam
polarer Permafrost

Prof. Michael Krautblatter

Technische Universität München, Fachgebiet für Monitoring, Analyse und Frühwarnung von Hangbewegungen
Gebirgspermafrost

Kontakt

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