Am 21. April 1976 wurde die erste permanent besetzte deutsche Antarktisstation in der Schirmacher-Oase (70°46‘ 39‘‘ S 11°51‘03‘‘ O) eröffnet, die später den Namen Georg Forsters erhielt. Aus diesem Anlass fand am 3. Juni 2026 eine Festveranstaltung in Potsdam statt. Sie wurde gemeinsam durch die Deutsche Gesellschaft für Polarforschung (DGP) und die Forschungsstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) ausgerichtet. Über 40 ehemals auf der Station tätige Wissenschaftler und Techniker waren angereist, darunter auch Wolfgang Probst und Dr. Hartwig Gernandt aus der ersten Überwinterungsmannschaft, die die Station vor 50 Jahren errichtete. Frank Wilhelms vertrat die DGP mit einem Grußwort, das breite Resonanz fand. Hartwig Gernandt hielt den Festvortrag, in dem er Prof. Ernst August Lauter als den Ideengeber des Antarktisprojektes würdigte und auf die 17 Expeditionen einging, die auf der Station gearbeitet haben. Von den Ergebnissen sind die ballongebundenen Ozonsondierungen hervorzuheben, die dort seit 1985 durchgeführt und die bis heute auf den Stationen Neumayer II und III fortgesetzt wurden. Diese vertikalen Ozonprofile waren 1985 die weltweit einzigen Daten, mit denen im antarktischen Frühjahr der Höhenbereich des Ozonabbaus in der unteren Stratosphäre genau bestimmt werden konnte. Die Georg-Forster-Station war bis 1993 in Betrieb und wurde dann entsprechend dem Umweltschutzprotokoll des Antarktisvertrages zurückgebaut.
Es folgten drei weitere Vorträge und eine Lesung vom Schriftsteller Gert Lange. Der anschließende Empfang auf der Dachterrasse des Bildungsforums ermöglichte einen lebhaften Gedankenaustausch zwischen Expeditionskameraden und Veranstaltern.



